~ Willkommen auf "Erlebnis Natur"! ~

Seit mehreren Jahren bin ich jetzt in meiner Freizeit mit meiner Kamera in den verschiedensten Naturräumen unterwegs. Dabei ist die Begegnung mit der Flora und Fauna für mich immer wieder ein Erlebnis. Aus diesem Grund habe ich die Seite www.erlebnis-natur.at ins Leben gerufen, um hier zum einen meine Naturbilder zeigen zu können und zum anderen meine dabei gewonnenen Erfahrungen weitergeben zu dürfen.

 
Dienstag, 05. Jänner 2010

Review - Canon 16-35/2.0 L (erste Version)

Seit etwa einem Jahr habe ich jetzt das Canon 16-35/2.8 L im Einsatz und denke, dass es an der Zeit ist, einen kleinen Erfahrungsbericht darüber zu schreiben.
Die Brennweite kommt mir am meiner 5D Mk II sehr entgegen, da ich Landschaften sehr gerne weitwinklig abbilde. An meiner 7D wäre mir die Brennweite hingegen schon ein wenig zu lang.
Auch die gute Lichtempfindlichkeit möchte ich nicht mehr missen, da erstens das Fokussieren bei schwachem Licht danke des helleren Suchers doch deutlich besser funktioniert und ich zweitens auch bei Weitwinkelaufnahmen schon mal gerne mit ein wenig Unschärfe spiele.

Daher wäre das 16-35/2.8 also wirklich eine ideale Linse für mich. Wenn da nicht ein paar Schwachpunkte wären.
Der erste negative Punkt ist sicher die doch starke Anfälligkeit für Lens Flares (Sonnenflecken). Sobald man ein wenig gegen die Sonne fotografiert, muss man schon aufpassen, ob man eh keine Lens Flares im Bild hat. Das Tokina 12-24/4, das ich zuvor verwendet hatte, war da bei weitem nicht so anfällig. Die Situation verschlimmert sich auch ein wenig, wenn man zusätzlich Filter verwendet (was man wohl zwangsweise tun wird, wenn man gegen die Sonne fotografiert - Stichwort Grauverlauf).
Der zweite Schwachpunkt ist die doch sehr stark ausgeprägte Vignettierung - selbst bei Blende 8 ist sie ein wenig sichtbar. Die Vignettierung wird natürlich umso markanter, je kürzer die Brennweite ist. Bei 16mm und einem Grauverlauffilter wird man mit sehr schwarzen Ecken rechnen müssen. Und diese Situation wird dann erst bei etwa 19mm besser (was für mich in den meisten Fällen aber schon zu lang ist).
Dritter und letzter Schwachpunkt ist die Unschärfe in den Randbereichen (vor allem in den unteren Ecken). Aus diesem Grund nehme ich bei meinen Landschaftsaufnahmen oft Blende 11 und darüber. Ab da geht die Schärfe dann in Ordnung.

Das Canon 16-35/2.8 L ist also durchaus keine Traumlinse. Ich denke, dass es in ein paar Jahren wohl Zeit ist entweder seinen Nachfolger zu kaufen (Version II) oder zu warten, was Canon in diesem Bereich neues auf den Markt bringt. Man munkelt hier ja schon seit einiger Zeit von einem 12-24mm Weitwinkelzoom.
erstellt von Roman Huditsch um 01:46 | 0 Kommentare | Kommentar schreiben

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